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Gärten der Stader Ritterschaft

Im Herbst 2000 hatte die Stader Ritterschaft (Ritterschaft des Herzogtums Bremen) beschlossen, den Besitzern historischer Gärten Hilfe bei der Erhaltung der Anlagen anzubieten. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sie ihre Bemühungen um den Erhalt wertvollen Kulturguts im Elbe-Weser-Raum verstärkt und mit teilweise erheblichen Mitteln verschiedene Projekte unterstützt. Ein erstes Projekt sollte über fünf Jahre laufen und einen Teil der angefallenen Rückstandspflege nachholen. Damit sind Maßnahmen gemeint, die turnusmäßig alle zwei bis drei Jahre durchgeführt werden müssen, aber aus verschiedenen Gründen längere Zeit unterlassen wurden und deren Folgen nun zu einer Bedrohung für die Gärten, in erster Linie für die historische Gehölzsubstanz geworden sind.

Gut Schwinge
Gut Schwinge: Wiederhergestellter Spiegeleffekt nach Räumung der Teichufer

Für die Organisation und die Durchführung der Maßnahmen waren die Besitzer selbst verantwortlich. Einzige Bedingung war, dass die Arbeiten fachlich einwandfrei und nur nach vorheriger Absprache mit den zuständigen Behörden ausgeführt werden durften. Der mit den Arbeiten der Gartendenkmalpflege befasste Landschaftsplaner Jens Beck wurde beauftragt, sowohl die notwendigen Planungen im Vorfeld zu erledigen, als auch die Ausführung der Maßnahmen zu kontrollieren.

Gut Rutenstein: Blick auf das Guthaus nach Beseitigung einer Fichtenschonung

Die Festlegung der Maßnahmen gemeinsam mit den Besitzern im Vorfeld hat sich ebenfalls als günstig erwiesen, da so verhindert werden konnte, dass die Besitzer mit deren Durchführung überfordert waren. Für jeden Garten wurde ein individueller Arbeitsplan festgelegt, der jedoch auch offene Positionen enthielt. Beispielsweise wurde nur grob markiert, wie weit bestimmte Fällarbeiten durchgeführt werden sollten. Der genau Umfang der Arbeiten wurde während der Ausführung festgelegt und richtete sich u. a. nach der Witterung, den Arbeitsmöglichkeiten oder dem Maschineneinsatz.

Gut Poggemühlen: der Burggraben nach Fällung der aufgelaufenen Gehölze

Für die Gärten hat der erste Abschnitt des Programms zur Instandsetzung erhebliche Verbesserungen gebracht. Nicht in erster Linie durch den Umfang der Maßnahmen, der gemessen an dem Bedarf eher als bescheiden bezeichnet werden muss. Viel wichtiger ist, dass die Besitzer erstmals nach teilweise vielen Jahren mit Arbeiten begonnen haben, die über einen langen Zeitraum unterlassen wurden, die aber für den Erhalt der Gärten absolut notwendig sind. Dies ist auch der eigentliche Erfolg des Programms: Den Besitzern ist ein Anstoß gegeben worden, sich wieder stärker mit der Pflege der Gärten zu befassen.

In allen Fällen wurde die Unterstützung als Ansporn begriffen und gleichzeitig als Anerkennung der täglichen Arbeit begrüßt, die die Besitzer leisten, um diesen wichtigen Teil der Kulturlandschaft zu erhalten.

Text: Dr. Jens Beck (gekürzt), Aufnahmen: Beck

Durch die Stiftung wurden im Jahr 2002 einzelne Maßnahmen zum Ausgleich des Pflegerückstandes gefördert.

Geförderte Gärten Landschaftsgarten

Rittergut Westerbrak

Einen Park, dem man ansieht, dass er einmal bessere Tage erlebt hat, in dem Bäume und Büsche nach Herzenslust wachsen und wuchern können, in dem Mauern und Treppen alljährlich etwas schiefer und wackeliger werden und ehemalige Wege allenfalls noch zu erahnen sind – so einen Park bezeichnet der Eigentümer darin beschönigend als „romantisch“.

Genau in dieser Lage befand ich mich, als im Mai 1999 die „Niedersächsische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten“ zum Abschluss einer Rundfahrt auch den Westerbraker Park besichtigte. Meine Bemühungen, den Park für die Gäste einigermaßen herzurichten, wurden zwar anerkannt, aber sofort der Vorschlag gemacht, den Park unbedingt zu restaurieren. Für viele verdeckte Schönheiten wurden mir die Augen neu geöffnet; dabei steckte die Begeisterung der Gesellschaft förmlich an. Als dann auch noch Hilfe bei der Suche nach Geldgebern und finanzielle Unterstützung von der Gesellschaft versprochen wurde, da konnte ich den Anstoß zu einer Parksanierung nur dankbar aufnehmen.

Restaurierte Brunnen, 2003

In seiner über 300jährigen Geschichte hat dieser Park gute und schlechtere Zeiten erlebt. Der Schatzrat Henrich Eckbrecht v. Grone begründete in der Zeit von 1667-1678 den Bau des Parks mit der Anlage von drei Terrassen, die über Treppenanlagen miteinander verbunden waren. Unter seinem Sohn kamen 1726 das Engelstor und ein Fontainenbecken dazu. Ein Plan aus dem Jahre 1761 zeigt deutlich die Symmetrie und achsiale Ausrichtung des Parks und das Rondell der Brunnenanlage. Dieser Plan diente als Grundlage für die durchgeführten Renovierungsarbeiten.

Im August 2002 begann die Restaurierung mit den Mauern und Treppen aus der Gründungszeit, bis danach der Plan der Gartendenkmalpflegerin Jutta Curtius anhand der alten Unterlagen umgesetzt werden konnte. Als krönender Abschluss konnte die Fontaine wieder zum Sprudeln gebracht werden. Am 20. September 2003 wurde der Park unter Anteilnahme der Förderer und der Bevölkerung eingeweiht und wird in der Zukunft viele Gartenfreunde erfreuen!

Neu gepflanzte Lindenallee im Mai 2006

Mein Dank geht an die „Niedersächsische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten“ und der „Stiftung Historische Gärten in Niedersachsen“ für Anstoß, Förderung und Begleitung der Restaurierung des Parks in Westerbrak – ohne sie wäre der Park auch heute noch nur „romantisch“.

Text: N. von Grone (gekürzt), Aufnahmen: Pagels

Gefördert durch die Stiftung im Jahr 2002: die Rekonstruktion der Brunnenanlage sowie die Sanierung von Stützmauern, Treppen und Terrassen.

Geförderte Gärten Landschaftsgarten

Gut Sögeln

Gut Sögeln

Der Ursprung der Gutsanlage Sögeln bei Osnabrück ist in einem mittelalterlichen Gräftehof zu vermuten, einer durch Wassergräben befestigten Hofanlage, die 1350 als „Wohnung“ der Osnabrücker Ministerialien erwähnt wird. Fast achtzig Jahre später wird die Anlage erstmals als „Burg“ bezeichnet, deren bauliche Gestalt unbekannt ist. Mit Sicherheit stammt jedoch das dreifache, heute etwas reduzierte Gräftesystem aus dieser Zeit.

Die Wende zum 19. Jahrhundert ist für die bauliche Entwicklung von Sögeln die entscheidende Zeit. Der damalige Besitzer, Friedrich Philipp von Hammerstein, ließ ein neues Wohnhaus errichten, das zwar in seiner zurückhaltenden Gestaltung bereits den Klassizismus erkennen läßt, aber vor allem durch die später hinzugefügten kurzen Flügelbauten wie ein barockes Gebäude wirkt.

Aufgeräumte Allee auf einem Dammweg

Die Besitzer wollten der Anlage ihren wehrhaften Charakter nehmen und bedienten sich dazu der Mittel der zeitgemäßen Gartenkunst. Die Graft vor dem Haus wurde teilweise verfüllt, um das Gebäude aus seiner Isolation zu befreien und in eine gärtnerisch gestaltete Umgebung einbinden zu können; gleichzeitig wurden die Gräben hinter dem Haus vereinigt, um ein zusammenhängendes, teichartiges Gewässer zu schaffen. Einen genauen Plan der landschaftlich umgestalteten Anlage gibt es nicht, so das sich kein detailliertes Bild des Gartens gewinnen lässt. Die heute noch vorhandenen Gehölze und die noch nachvollziehbaren Wege stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, teilweise auch aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Die Wiesen in der Umgebung des Guts wurden im Winter mit dem Wasser der Hase berieselt, um deren nährstoffreiches Wasser zur Düngung der Flächen zu verwenden. Die Dammwege wurden mit Gehölzen bepflanzt, um einen Holzvorrat für schlechte Zeiten anzulegen. Im Lauf der Zeit wurde die ästhetische Qualität dieser prägenden alleeartigen Pflanzungen erkannt. Es wurden Spazierwege auf den Dämmen angelegt, Sitzplätze eingerichtet und vor allem die langen Sichtachsen ausgehauen, die die Alleen durchbrechen.

Freigestellte Blickachse vom Gutshaus durch den Park im Sommer 2004

Die wichtigste und längste Achse hatte den Kirchturm des nahegelegenen Klosters Malgarten als Endpunkt. Diese weit in die Landschaft ausgreifenden Elemente und die Einbeziehung der Nutzflächen rücken Sögeln in die Nähe der „ornamented farms“, die gestalterischen Mittel entstammen dem Repertoire der Landesverschönerung, die vor allem von deutschen Gartenkünstlern im 19. Jahrhundert vorangetrieben wurde.

Die Familie von Rappard, in deren Besitz Sögeln 1871 gelangte, führte die Bemühungen um die Gestaltung des Guts und seiner Umgebung fort. Die Anlagen in der Nähe des Hauses wurden im Geschmack der Zeit verändert und neue Gehölze angepflanzt, die Alleepflanzungen teilweise erneuert. Das nähere Umfeld der 1871 errichteten neogotischen Kapelle wurde ebenfalls gärtnerisch ausgestaltet. Bis heute ist die Familie um den Erhalt der eindrucksvollen Anlage mit gutem Erfolg bemüht.

Text: Dr. Jens Beck (gekürzt), Aufnahmen: v. Bock

Durch die Gesellschaft wurden im Jahre 2001 die Reparatur von Ufermauern und die Sanierung von Brücken gefördert.

Geförderte Gärten Landschaftsgarten

Gut Eckerde

Es existieren keine historischen Pläne als Anhaltspunkte für eine Parksanierung. Der Gartendenkmalpfleger Dr. Michael Rohde war bereit, mit einer Bestandsaufnahme eine Plangrundlage und darauf aufbauend ein Konzept für den Umgang mit dem Park zu schaffen. Mit seit Jahren gesammelten Luftbildern und aus Erinnerungen wurde das Erhaltungskonzept erarbeitet. Mit der Bezirksregierung, dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Amt für Agrarstruktur und der für uns zuständigen Denkmalbehörde setzten wir uns zusammen, um die Schritte zur Umsetzung abzuklären. Mit eingebunden war Landschaftsarchitektin Henrike Schwarz, die die fachliche Begleitung übernehmen sollte.

Aufgrund der Finanzierungsmöglichkeiten ergab sich eine dreijährige Umsetzungsphase. In die Finanzierung des Konzeptes waren die Böschungen des Hausgrabens zunächst nicht mit einbezogen. Diese machten uns zunehmend Sorge. Starke Auskolkungen und Einbrüche ließen eine klare Uferlinie nur noch erahnen und gefährdeten zwei alte Blutbuchen an markanter Position. Die VGH-Stiftung war bereit, die Sanierung der Böschungen zu fördern und machte sie damit möglich.

Freigestellte Blickachse vom Gutshaus über den Park

… In einer engen, sich ergänzenden und sehr guten Zusammenarbeit mit Frau Schwarz haben wir so manche schwierige Situation gemeistert. Nur eine Episode sei erwähnt: Durch Dauerregen und Überflutung des Südparks geriet der vorgegebene Zeitplan unter Druck. Durch die Benutzung der alten Wegetrassen mit schwerem Gerät während der Sanierung hatten sich tiefe Furchen eingegraben. Vor der Wegesanierung musste dann der genaue Verlauf festgelegt werden. Nach Markierung der „unterirdischen“ historischen Tragschicht, der geplanten Wegekanten und der Mittellinie mit Metallstangen war ein regelrechter „Stangenwald“ entstanden. Ein Blick vom oberen Balkon, verhalf uns zu neuer Übersicht. Die Vorgaben durch die historischen Wege und ästhetische Bedürfnisse wurden diskutiert und schließlich die Ideallinie gefunden.

Erneuerter Weg, 2003

… Wir sind für die positiven und ermutigenden Erfahrungen dankbar, auch wenn der Erhalt des Erreichten, also die Pflege, für die Zukunft unter andere Gesichtspunkte gestellt werden muss. Eine begleitende Beratung und professionelle Pflegeangebote würden den Erhalt langfristig sichern helfen. Die „Stiftung Historische Gärten in Niedersachsen“ und die „Niedersächsische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten“, gab uns die Motivation, ein Projekt wie dieses umzusetzen und unterstützte die Maßnahmen mit ihren Fördermöglichkeiten.

Text: K. von Heimburg, Aufnahmen: Schwarz

Gefördert wurden in den Jahren 2001, 2002 durch die Stiftung und 2009 durch die Gesellschaft: die Sicherung der Insel, Teichentschlammung, Auslichtung der Blickachsen, Reparaturen der Ufer am Hausgraben, die Rekonstruktion der Wege und Baumrodungen.

Geförderte Gärten Landschaftsgarten

Gutspark Remeringhausen

Eingang Remeringhausen

Der gut dokumentierten, denkmalgeschützten Parkanlage des Gutes Remeringhausen bei Stadthagen wird von der Gartendenkmalpflege eine historische Bedeutung als frühes Beispiel eines landschaftlich gestalteten, gut erhaltenen Gutsparkes zugeschrieben. Bei dem Park des Gutes Remeringhausen handelt es sich um eine im Stil des englischen Landschaftsgartens gestaltete Anlage. Der Park wurde 1805/06 von G.W. Homburg geplant. Er ist ein hervorragendes Beispiel für die zeittypische Gestaltung kleinerer Gutsanlagen in diesem Raum, bei der gestalterisch und funktional eine Symbiose zwischen den ökonomischen Anforderungen eines landwirtschaftlichen Betriebes und den gestalterischen Anforderungen eines Lustgartens gelungen ist.

Wie in vielen Gutsparkanlagen wurde die aufwendige Parkpflege in Remeringhausen in den letzten Jahrzehnten zunehmend eingeschränkt. Der Erhaltungszustand 1997 war einerseits so gut, dass die wesentlichen Charakteristika der Anlage noch erkennbar waren. Andererseits war der Zustand vieler Elemente so schlecht, dass größere Aufwendungen für eine Substanzsicherung und Erhaltungspflege dringend notwendig waren.

Plan von 1806

Der Vergleich des Zustandes der Parkanlage Mitte der 1990er Jahre mit den historischen Plänen ließ erkennen, dass die Anlage nach 1805/06 nicht grundlegend umgestaltet worden ist, jedoch durch Überalterung und mangelnde Pflege viele Elemente nicht mehr wahrnehmbar waren. So sind nur wenige Bäume aus der Anlagezeit um 1800 erhalten geblieben. Auch das Wegesystem war nicht mehr vollständig erhalten.

Die gestalterische Konzeption von Homburg war jedoch noch anhand vieler Einzelelemente, vor allem anhand der Gliederung der Parkbereiche, zu erkennen. Ziel der Parksanierung war es daher, einerseits die Einzelelemente zu erhalten, andererseits aber vor allem die Erlebbarkeit der Gesamtidee eines im landschaftlichen Stil gestalteten Gutsparkes um 1800 wieder zu ermöglichen.

Sanierungsplan, Büro v. Luckwald, 2000

Mit den Sanierungsmaßnahmen ist es gelungen, das Gartendenkmal in seiner historischen Substanz und seinen Gestaltungsideen für die nächsten Jahrzehnte zu erhalten und zu sichern. Für die gelungene Sanierungsmaßnahme sind die Eigentümer und das planende Landschaftsarchitekturbüro im Jahr 2000 mit dem Landespreis für Gartendenkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet worden.

Text: Büro v. Luckwald (gekürzt), Aufnahmen: v. Luckwald, v. Kortzfleisch

Die Sitftung Historische Gärten in Niedersachsen hat 1998 die Sanierung von Teich und Wegen, Auslichtungsarbeiten und den Bau der Parktore unterstützt.

Geförderte Gärten Landschaftsgarten

Gutspark Walshausen

Gutspark Walshausen

Sophie Charlotte Gräfin von Schwicheldt erwarb 1829 das Gut Walshausen bei Hildesheim für eine Kaufsumme von 26.500 Talern in Gold. Sie beabsichtigte hier den Bau eines sommerlichen Landsitzes, der neben dem Stadtpalais in Hannover die Möglichkeit eines zeittypischen gesellschaftlichen Lebens bot. Im selben Jahr beauftragte sie den hannoverschen Hofbaurat Georg Ludwig Friedrich Laves, Wirtschaftshof und Herrenhaus entsprechend der neuen Nutzung umzugestalten.

In der Formensprache des Klassizismus wurden die vorhandenen Wirtschaftsgebäude umgestaltet sowie ergänzt, das alte Herrenhaus abgebrochen und eine neue Villa errichtet, die in der Tradition Palladios nun dem Ganzen ein besonderes Flair verlieh. Zur Hofseite entsprach diese Neuanlage den Anforderungen an einen repräsentativen, allenthalben durchgestalteten Herrensitz. Zur Parkseite wurde jedoch viel Intimität und Korrespondenz mit den landschaftlichen Schönheiten der Umgebung entwickelt.

Übergang zur Landschaft
Übergang zur Landschaft, Oktober 2003

Es ist ein sonderbarer Park entstanden, der als Inszenierung der auf höchster Stelle sich erhebenden Villa angelegt wurde. Der unbekannte Planer nutzte hierfür eine schmale Talrinne, die bis dahin teils als Obstwiese und teils als Hudefläche gedient hatte. So war bereits ein kräftig geformtes Gelände vorhanden, das man mit einem Spazierweg erschloß, durch das aber auch ein Fahrweg führte, der an dem einen Ende als gemischte Allee u. a. aus Rotbuche, Platane, Ulme und Säuleneiche ausgebildet wurde. Trotz kleiner Grundfläche und geringer Breite schuf man hier einen sog. zonierten Landschaftspark, der über einen Blumengarten vor dem Palmarium und dem Gewächshaus verfügte, in dem sich vor der Villa ein Pleasureground entwickelte und von diesem vorsichtig in die Landschaft übergeleitet wurde. Die an exponierter Stelle errichtete Bastion ermöglichte den wohl schönsten Blick in das Tal der vorbeifließenden Innerste.

Die sich immer noch in Privatbesitz befindende Anlage blieb in wesentlichen Teilen erhalten. Die pflegebedürftige Substanz wurde in den letzten Jahren restauriert. Mittels eines umfangreichen Läuterungshiebes im Gehölzbestand, Teichentschlammung und teilweiser Wegeinstandsetzung konnte ein drohender Verfall gestoppt werden.

Text: Historische Gärten in Niedersachsen, Katalog zur Ausstellung, 2000,
Aufnahmen: Albrecht, Pagels

Durch die Stiftung gefördert wurden 1997 und 1998 die Auslichtung der Gehölze, die Sanierung des Spiegelteiches, der Bachläufe und einiger Parkwege.

Geförderte Gärten Landschaftsgarten