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Breidings Garten


Breidings Garten
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Breidings Großer Garten in Soltau geht auf den Großindustriellen August Röders (1811-1888) zurück, der im 19. Jahrhundert hauptsächlich mit der Erzeugung von Bettfedern einen international erfolgreichen Konzern aufbauen konnte. Auf ehemaligen Auenflächen an den Ufern des Heideflüsschens Böhme errichtete die Familie die ca. 12 Hektar große Parkanlage ab Mitte des 19. Jahrhunderts.

Im Zentrum der Anlage steht eine ländliche Villa in der die Familie die Sommermonate verbrachte. Unweit von ihr wurde ein großer Teich mit Insel und künstlicher Ruine angelegt. Um die Niederung der Böhme für die Parkgestaltung nutzen zu können, folgte eine Reihe weiterer Teiche die miteinander verbunden sind. Dazu gibt es vielfältige Gehölzpartien die immer wieder durch Wiesenflächen abgelöst werden.Der Besucher durchläuft eine Reihe unterschiedlicher Räume mit reizvollen Blickbeziehungen.

Neben der Ästhetik spielte auch der Nutzen eine große Rolle. So gab es ein umfangreiches Gärtnereigelände und einen etwa einen Hektar großen Obstgarten. Während der Nutzgarten nebst Gewächshäusern aufgegeben werden musste, besteht der Obstgarten nach wie vor und wird regelmäßig bewirtschaftet.

Um den Verfall und Verlust dieses für die Region bedeutsamen Gartendenkmals nach der Insolvenz der Firma im Jahr 2005 aufzuhalten, konstituierten sich in den Jahren danach Stiftung und Verein Breidings Garten.

Rückschnitt der Rhododendren
Wiederherstellung der Proportionen durch Rückschnitt der Rhododendren, 2011

Neben kleinen Einzelmaßnahmen war inzwischen ein großer Rundumschlag an unterschiedlichen Pflegeschritten notwendig.
Neben der Reinigung der Gewässer galt es den vorhandenen Wildwuchs zu entfernen. Dieser konnte sich sowohl in zusammenhängenden Gehölzpartien, als auch auf ehemaligen Wiesenflächen entwickeln. Zum Schutz der Raumqualität wurden derartige Bereiche im Rahmen der Maßnahmen wieder herausgearbeitet. Zusätzlich galt es, rückständige Pflegemaßnahmen etwa an bestehenden Formhecken oder Rhododendren zu korrigieren. Weiter wurde der Instandsetzung des Wegenetzes und partiellen Nachpflanzungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Text und Aufnahmen: Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Andreas v. Hoeren

2012 wurden die beschriebenen Erhaltungsmaßnahmen durch Stiftung und Gesellschaft gefördert.

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