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Gut Rosenthal bei Peine

Am 25. April 1854 wurde das burgartige, aus dem 13. Jahrhundert stammende Anwesen an Carl von Thielen, einem Vorfahren der heutigen Besitzerin verkauft. Thielen und sein Schwiegervater Hofbuchhändler Heinrich Wilhelm Hahn waren es schließlich auch, denen die heutige Gestaltung des Gebäudekomplexes und seiner umgebenden Anlage zu verdanken ist.

Die Verbindung nach Hannover, bewirkte vermutlich einen Kontakt zum Hofbaumeister Christian Heinrich Tramm, der für das Anwesen eine räumlich zusammenhängende Konzeption aus Repräsentations- und Wirtschaftsbereich mit umgebender Parkanlage erstellte. Die Formensprache des Tramm‘schen Entwurfs legt die Vermutung nahe, dass der hannoversche Hofgarteninspektor Christian Schaumburg bei der Gestaltung der Außenanlage mitwirkte.

Peine-Rosenthal-Blickbeziehung

Erneuerte Sichtbeziehung, Oktober 2005

Die Gestaltung der Parkanlage lässt sich in zwei wichtige Bereiche unterteilen: Der sog. „Innere Park“ befindet sich im unmittelbaren Umfeld des Wohnhauses und wird nach Außen durch die Wälle und den Wassergraben der ehemaligen Burg begrenzt. Die äußere Anlage, weitet den gesamten Park stark auf und stellt den Gegenpol zum räumlich begrenzten inneren Teil dar. Wichtiger Bestandteil dieses Anlagenabschnitts, sind ausgedehnte Wiesenflächen, die von Gehölzpflanzungen begleitet, Blickbezüge zur „Inneren Anlage“ sowie in die Umgebung herstellen. In Richtung Süden schließt sich außerdem der Nutzgarten an.

Während der Gebäudekomplex einen guten Erhaltungszustand aufwies, gab es in der Parkanlage Problembereiche, die durch Umnutzung und Umwelteinflüsse entstanden. Ein überalterter Gehölzbestand führte immer wieder zu Abgängen, bei denen sich die Baumriesen quer über den mächtigen Wassergraben mit seinen steil ansteigenden Wällen legten. Eine Beseitigung aus den zum Teil gut 15 Meter tiefen Grabenabschnitten war mit „Bordmitteln“ nicht mehr möglich.

Peine-Rosenthal-Büste

vergessene Büste, wiederentdeckt 2002

Peine-Rosenthal-Park

Blick in den herbstlichen Park, 2004

Im Bereich der ehemals offenen Nutzgartenflächen waren Fichtenschonungen angepflanzt worden, die nicht dem geschichtlichen Charakter entsprachen.

Ein wichtiger Maßnahmenabschnitt bestand daher  aus der Wiederherstellung der räumlichen Konzeption, wozu störende oder tote Vegetationselemente beseitigt wurden.

Zukünftig sind weitere Maßnahmen zur vollständigen Wiederherstellung des Gewässersystems, Nachpflanzungen und bauliche Instandsetzungen erforderlich. Zunächst sind die Wiederherstellung des südlichen Wehrgrabens, die Auslichtung und Verjüngung des Baumbestandes und die Rekonstruktion der Gartenwege geplant.

Text (gekürzt): Büro v. Hoeren und Hantke, Aufnahmen: v. Hoeren, Pagels

Gefördert durch die Gesellschaft in den Jahren 2004 und 2005: Fällung zahlreicher Gehölze zur Wiederherstellung der Räume und Sichtbeziehungen.

 

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