Gesellschaft
Osterode-Ausschnitt
Geförderte Gärten
Walshausen
Remeringhausen
Eckerde
Sögeln
Westerbrak
Wienhausen
Stader Ritterschaft
Bodenburg
Peine-Rosenthal
Destedt
Gut Ohr
Wrisbergholzen
Pfarrgarten Beber
Sutthausen
Oerichsheil
Oelber
Hude
Groß Denkte
Derneburg
Groß Vahlberg
Breidings Garten
Schickelsheim
Allee in Heinde
Garten in Osterode

Villengarten in Osterode

Seit dem Erwerb der Villa durch die heutigen Eigentümer im Jahr 2011 verfolgen diese im Verein “Freunde der Villa Gyps und Garten” die Instandsetzung und Rekonstruktion der Fabrikantenvilla mit dem dazugehörigen Garten. Gebäude und Garten sind 1994 und erneut 2005 durch das Landesamt für Denkmalpflege als Denkmal im Sinne des Landesdenkmalgesetzes eingestuft worden. Die Niedersächsische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten hat 2012 die vorliegende Studienarbeit von Iris Lange und Anna Spiegelberg, Studentinnen der TU Berlin, mit einem Förderpreis gewürdigt.

In der Analyse formulieren die Verfasserinnen: "Zusammenfassend ist der Villengarten am Gipsmühlenweg aufgrund der beschriebenen Merkmale in seinen prägnantesten Elementen ein geometrischer Villengarten des einsetzenden Architekturgartenstils zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Einflüssen des Gemischten Gartenstils und somit ein wichtiger Vertreter seiner Entstehungszeit."

Die heutigen Besitzer möchten Villa und Garten der Allgemeinheit zugänglich machen und durch Kulturereignisse wie Vorträge und Ausstellungen einer neuen Nutzung zuführen.

Basierend auf der Studienarbeit sind mit Unterstützung durch die, von der Jobagentur finanzierte, Werkstattschule in Osterode und der dort beschäftigen Menschen bereits erste Maßnahmen im Garten der Villa umgesetzt worden. Im südlichen Teil wurden Bäume gefällt und das Schwimmbecken der 1960er-Jahre verfüllt. Die Wege im architektonischen Gartenteil direkt neben der Villa sind durch Suchgrabungen freigelegt und mit einer neuen Kiesschicht versehen worden. Die noch vorhandenen Stauden in den Beeten an der Pergola und am Mühlengraben wurden geborgen und bei der Neubepflanzung wieder verwendet.

Osterode-Aufnahme-um-1910

Blick auf den südlichen Gartenhang um 1910

Osterode-Blick-auf-den-Hang

Blick auf den südlichen Gartenhang, 2015

Osterode-die-Villa

Sichtbare Wiederbelebung des Gartens zwischen 2011 und 2015

Die Restaurierung des Gartenhauses wurde begonnen, vier Linden wurden wieder zu Kopfbäumen geschnitten, in der zentralen Rasenfläche wurde das hügelartige Schmuckbeet wieder angelegt. Dieser Gartenteil ist heute gesichert und wieder annähernd in seiner ursprünglichen Gestalt der 1910er Jahre erlebbar.

Mit fachlicher Begleitung sind weitere Schritte vorgesehen. Eine Weiterführung der vorliegenden Studienarbeit soll die fachliche Grundlage für den Umgang mit dem angrenzenden Gartenteilen schaffen. Der Nutzgarten im Osten der Pergola wird gegenwärtig wiederbelebt und der südlich liegende Hang mit dem Pavillon soll ebenfalls wieder sein ursprüngliches Bild erhalten.

Text: Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt J. v. Kortzfleisch, Aufnahmen: v. Kortzfleisch

2015 werden Rodungsarbeiten zur Freistellung des Gartenhanges durch die Gesellschaft gefördert.

 

Startseite   Kontakt   Impressum   Wegweiser