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Klostergut Hude bei Oldenburg

Kurt Veith von Witzleben erhielt das Vorwerk Hude samt Ruine, Ländereien und weiteren Liegenschaften im Jahr 1687 vom dänischen König Christian V. Das ehemalige Abtshaus wurde in ein Jagdschloss umgebaut und bildet noch heute den gestalterischen Mittelpunkt der Anlage. Dem Geschmack der Zeit entsprechend, aber sicherlich auch durch die wirtschaftliche Notwendigkeit, legte man zunächst eine formale Gartenanlage in Hausnähe an, die sowohl eine repräsentative, als auch Nutzfunktion zur Versorgung mit Nahrungsmitteln besessen haben dürfte.

Der in der Erbfolge dritte Nachfolger  Christoph Ernst (1751-1813) hatte ab 1780 am Oldenburgischen Hof die Funktion eines Gartenintendanten. Obwohl die genaue Entstehung des Landschaftsparks, die möglicherweise unter Mitwirkung der Gärtnerfamilie Bosse erfolgte, nicht belegt werden kann, darf eine Gestaltung ab 1780/90 angenommen werden.

Hude-Blick-in-die-Landschaft

Übergang zur Landschaft, August 2006

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand hier ein vielfältiger, reich strukturierter Park aus unterschiedlichen Zonen. Neben dem, nach wie vor, formal gestalteten Umfeld des Herrenhauses gibt es das Ruinenareal des Klosters, den bewaldeten Baumhof, offene weite Wiesen und ein vielfältiges Gewässersystem, das den Park in kleinräumige Areale unterteilt.

Wesentliche Züge dieser landschaftsgestaltenden Absicht lassen sich noch heute in der Parkanlage wieder finden, so dass ein wichtiges Zeugnis oldenburgisch-holsteinischer Gartenkunst erhalten blieb.

Durch die bisher durchgeführten Maßnahmen konnten in einigen Parkteilen erste Schritte zur Wiederherstellung der ursprünglichen Raumkonzeption getä-tigt werden. Somit präsentiert sich dem Betrachter wieder ein abwechslungsreiches Bild offener und geschlossener Räume, die durch unterschiedliche vegetative Strukturen, Wasserflächen und bauliche Elemente geprägt werden.

Hude-Blick-über-den-Teich

Blick über den Teich, August 2006

Hude-Wege-freigelegt

Umfeld des Herrenhauses mit wiederhergestellten Wegen, 2009

In der Anlage wurden vielfältige vegetative und bauliche Maßnahmen durchgeführt. Unter anderem war die Durchforstung des Baumhofs notwendig, da sich hier vor allem Nadelgehölze entwickelt hatten. Dem gegenüber war der Anteil an Laubgehölzen zu gering. Durch die Fällungen konnte die Naturverjüngung als Mischwaldpartie gefördert werden. Ferner hatten sich auch im Bereich ehemaliger Freiflächen Gehölzbestände entwickelt, die den Charakter dieser Partien verfälschten. Deren Entnahme bewirkte die Wiederherstellung der tradierten Raumkomposition.

Neben der Entnahme von Gehölzen wurden auch Partien durch Nachpflanzungen oder Umgestaltung entsprechend historischer Vorgabe bereichert und angepasst.

Bauliche Maßnahmen wurden neben der Wiederherstellung einer Grotte insbesondere am Wegesystem vollzogen. Die Wege waren regionaltypisch ausschließlich in Einfachbauweise errichtet und bestanden aus anstehendem Sand. Dieser Tradition folgend, wurden die unkenntlich gewordenen Wege wieder herausgearbeitet.

Text: Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Andreas v. Hoeren, Aufnahmen: v. Hoeren, Pagels

In den Jahren 1999 und 2008 wurden unter anderem Baumfällungen zur Wiederherstellung alter Raumbeziehungen durch die Stiftung gefördert.

 

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