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Groß-Denkte-Ausschnitt-2
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Rittergut Groß Denkte bei Wolfenbüttel

Gegenstand der geförderten Maßnahme war die Schauseite des um 1853-57 von Albert von Pawel-Rammingen (1817-1888) angelegten Landschaftsparks am Rittergut Groß Denkte an der Asse.

Die Lage und Ausrichtung des mediterran anmutenden Landhauses stellte bewusst auf die landschaftlichen Reize der südlich anschließenden Vor-Harzlandschaft ab. So wurden die Wohnräume und der Gartensaal, sowie die davor liegende Terrasse auf den Brocken ausgerichtet. Die planerische Umsetzung der privilegierten Situation durch das Zusammenspiel von Gebäude, Park und Landschaft stellt eine besondere Einmaligkeit in der Region dar. Der Parkbereich, der sich zwischen der privaten Schauseite des Gutshauses mit einem kleinen Pleasureground und der südlich angrenzenden Landschaft erstreckte, war von besonderer gestalterischer Bedeutung. Die gestufte Strauchzone sollte den Gutspark entlang der Bundesstraße abschotten. Gleichzeitig wurden punktuell Sichtfenster und Aussichtshügel eingerichtet, um die sich anschließende freie Vor- Harzlandschaft mit der Aussicht auf den Brocken in das Parkerlebnis einzubeziehen.

 

Groß-Denkte-Villa

Blick auf die mediterran anmutende Villa

Groß-Denkte-Wildwuchs

Wildwuchs versperrt noch die Sicht, 2009

Durch geschickte Anordnung der Strauchpflanzung war der Ausblick aus dem Inneren des Parks gewährleistet, ohne die Straße als störendes Element wahrzunehmen oder selbst von außen wahrgenommen zu werden. Insofern wurde das klassische Stilmittel des „Aha’s“ an einigen Stellen zwischen Rundweg und Parkgrenze eingesetzt. Anschließend an diese schmale Strauchzone erstreckt sich parkseitig neben dem Rundweg eine buchtenreiche Gehölzzone, die sich ebenfalls vorwiegend aus Großsträuchern und Kleinbäumen zusammensetzt. Die Gehölzgruppen determinierten die Blickbeziehungen auf eine anschließende große Rasenfläche mit Einzelbäumen und Kleinarchitekturen.

Der Gehölzsaum, bestehend aus einer Kombination von Schwarzkiefern, Spitzahornen, Linden und Kastanien in der Oberschicht und einer rhythmischen Unterpflanzung aus Groß- und Kleinsträuchern, erstreckt sich entlang der schon immer stark befahrenen Leipziger Straße am Ortsausgang von Gr. Denkte. Vor ca. 20 Jahren strebte man eine stärkere Abschirmung des Parks an, was zur Einschränkung der Schnittmaßnahmen und zur generellen Pflegereduzierung entlang der Bundesstraße führte.

Die Verwilderung und Vernachlässigung dieses Parkteils führte zu einem erheblichen Verlust von Erlebnisqualitäten und gartenarchitektonischen Gestaltungsabsichten.

Die notwendigen Schnittmaßnahmen wurden von 6 Gärtnern und dem Landschaftsarchitekten als Bauleitung im Januar 2010 umgesetzt. Der Park konnte nicht von größeren Maschinen befahren werden, so dass das Schnittgut durch einen Kran von der Bundesstraße dem Buschhacker zugeführt wurde. Begünstigt durch starken Frost bei geschlossener Schneedecke ohne Niederschläge sind mechanische Beschädigungen der Vegetationsdecke vermieden worden.

Text (gekürzt): Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Kai-Uwe Grahmann, Aufnahmen: Grahmann, v. Kortzfleisch

Die Auslichtungsarbeiten wurden 2010 aus Mitteln der Gesellschaft unterstützt.

 

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