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Gut Eckerde bei Barsinghausen

Es existieren keine historischen Pläne als Anhaltspunkte für eine Parksanierung. Der Gartendenkmalpfleger Dr. Michael Rohde war bereit, mit einer Bestandsaufnahme eine Plangrundlage und darauf aufbauend ein Konzept für den Umgang mit dem Park zu schaffen. Mit seit Jahren gesammelten Luftbildern und aus Erinnerungen wurde das Erhaltungskonzept erarbeitet. Mit der Bezirksregierung, dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Amt für Agrarstruktur und der für uns zuständigen Denkmalbehörde setzten wir uns zusammen, um die Schritte zur Umsetzung abzuklären. Mit eingebunden war Landschaftsarchitektin Henrike Schwarz, die die fachliche Begleitung übernehmen sollte.

Aufgrund der Finanzierungsmöglichkeiten ergab sich eine dreijährige Umsetzungsphase. In die Finanzierung des Konzeptes waren die Böschungen des Hausgrabens zunächst nicht mit einbezogen. Diese machten uns zunehmend Sorge. Starke Auskolkungen und Einbrüche ließen eine klare Uferlinie nur noch erahnen und gefährdeten zwei alte Blutbuchen an markanter Position. Die VGH-Stiftung war bereit, die Sanierung der Böschungen zu fördern und machte sie damit möglich.

Eckerde-Parkblick-von-Terasse

Freigestellte Blickachse vom Gutshaus über den Park

Eckerde-Graben-erneuert

Erneuerte Ufer des Wassergrabens, 2003

Eckerde-Weg-erneuert

Erneuerter Weg, 2003

... In einer engen, sich ergänzenden und sehr guten Zusammenarbeit mit Frau Schwarz haben wir so manche schwierige Situation gemeistert. Nur eine Episode sei erwähnt: Durch Dauerregen und Überflutung des Südparks geriet der vorgegebene Zeitplan unter Druck. Durch die Benutzung der alten Wegetrassen mit schwerem Gerät während der Sanierung hatten sich tiefe Furchen eingegraben. Vor der Wegesanierung musste dann der genaue Verlauf festgelegt werden. Nach Markierung der „unterirdischen“ historischen Tragschicht, der geplanten Wegekanten und der Mittellinie mit Metallstangen war ein regelrechter „Stangenwald“ entstanden. Ein Blick vom oberen Balkon, verhalf uns zu neuer Übersicht. Die Vorgaben durch die historischen Wege und ästhetische Bedürfnisse wurden diskutiert und schließlich die Ideallinie gefunden.

... Wir sind für die positiven und ermutigenden Erfahrungen dankbar, auch wenn der Erhalt des Erreichten, also die Pflege, für die Zukunft unter andere Gesichtspunkte gestellt werden muss. Eine begleitende Beratung und professionelle Pflegeangebote würden den Erhalt langfristig sichern helfen. Die „Stiftung Historische Gärten in Niedersachsen“ und die „Niedersächsische Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten“, gab uns die Motivation, ein Projekt wie dieses umzusetzen und unterstützte die Maßnahmen mit ihren Fördermöglichkeiten.

Text: K. von Heimburg, Aufnahmen: Schwarz

Gefördert wurden in den Jahren 2001, 2002 durch die Stiftung und 2009 durch die Gesellschaft: die Sicherung der Insel, Teichentschlammung, Auslichtung der Blickachsen, Reparaturen der Ufer am Hausgraben, die Rekonstruktion der Wege und Baumrodungen.

 

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