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Gut Destedt am Elm

Destedt-Trauerbuche

Die Verbundenheit der Familie von Veltheim mit dem Destedter Gut besteht seit Jahrhunderten. Schon 1306 wird Destedt als Besitz der Familie von Veltheim urkundlich erwähnt. Die Anlage des Gutsparks erfolgte aber erst nach einem Flächentausch mit Destedter Bauern ab etwa 1765 auf Veranlassung von Johann-Friedrich von Veltheim.

Sowohl die Anlage eines Gutsparks, wie die Art seiner Gestaltung sind aus dem damaligen Zeitgeist zu verstehen. Rousseaus Ruf, „retournons á la nature“ (Zurück zur Natur!) und die in England entwickelte Naturrechtsphilosophie hatten in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine Abwendung von den geometrischen Kunstparkanlagen des Barocks und die Idee der Gestaltung „natürlicher“ Parks zur Folge.

Zuerst wurden in England solche Parkanlagen mit fließendem Übergang vom Garten zur natürlichen Landschaft gestaltet, bei denen das Bild der südenglischen Weidelandschaft mit Bäumen Pate stand. Man spricht daher von diesen Anlagen als Parks im englischen Stil. In diesem Stil wurde auch der Destedter Park angelegt, wobei Gärtner beteiligt gewesen sein sollen, die in gleicher Zeit auch die bekannten Parks von Wörlitz bei Dessau und Harbke bei Helmstedt gestalteten.

Die jetzige Größe des Destedter Parks beträgt rund 6,5 ha. Der Boden ist im westlichen Teil Lösslehm über Muschelkalk und im östlichen Teil Lösslehm über sandigen Letten mit Dolomit und Sandsteinablagerungen, bei insgesamt günstigem Wasserhaushalt. Erwähnt sei hier, dass der Hügel im Nordwesten des Parks, der sogenannte „Pflaumenberg“, keine natürliche Erhebung ist, sondern etwa 1782 auf Veranlassung der Gattin des damaligen Besitzers, Sidonie von Veltheim, geborene von Münchhausen/Schwöbber, zur Verschönerung des Parks und zur “Arbeitsbeschaffung“ aufgeschüttet ist.

Trauerbuche am “Pflaumenberg”, 2007

Destedt-chinesische-Brücke

Die “chinesische” Brücke

Destedt-Pastorenlinde

Die Pastorenlinde hat 7,8 Meter Stammumfang

Im Baumführer zum Gtuspark sind 150 mehr oder weniger exotische Bäume von teilweise beeindruckender Größe und Alter verzeichnet. Der Grundstock der dendrologischen Sammlung wurde im frühen 18. Jh. gelegt, als durch einen Sammlerverbund Setzlinge und Samen aus Übersee importiert wurden. Die Pflanzen wurden in Destedt kultiviert und z. B. an den herzoglichen Hofgärtner nach Braunschweig geliefert.

Text: Baumführer zum Gutspark Destedt von 1992 und Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Kai-Uwe Grahmann, Aufnahmen: v. Veltheim

Durch die Gesellschaft wurde 2005 die Wiederherstellung einer Brücke gefördert.

 

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