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Schloss Bodenburg bei Hildesheim

Die Bodenburger Anlage ist ein typischer Gutskomplex, der sich in die Funktionsbereiche Wirtschaftshof - Wohnbereich und Nutz-/Lustgarten aufteilt. Aus dem Jahr 1808 existiert ein Plan, der eine Neugestaltung im englischen Stil erkennen lässt. Die Anordnung der Wegeführung in Verbindung mit den Pflanzungen belegen den Versuch, dem englischen Ideal gerecht zu werden. Mit der Schaffung eines kleinen Aussichtshügels mit Lindenoval, von dem aus man den Park überblicken kann, wurde ein zusätzlicher Höhepunkt geschaffen. Ebenso eindrucksvoll ist der intime und empfindsame Bereich auf der Halbinsel, der als Ort der Erinnerung angelegt wurde.

Etwa um 1840 sind erneut Veränderungen innerhalb der Anlage zu verzeichnen. Dies geschieht in einer Zeit, in der Ernst August Philipp von Steinberg Direktor der königlichen Gärten in Hannover Herrenhausen ist, dem u.a. der Gartenkünstler Christian Schaumburg (Georgengarten) zur Seite stand. Obwohl für diesen Zeitraum nur die Wegeverläufe sicher nachgewiesen werden können, kann man durch einen Vergleich mit vorangegangenen Unterlagen die Aussage treffen, dass es sich hierbei um eine Vervollkommnung handelte und sich die Anlage in ihrer Hauptblütezeit befand. Durch die Erweiterung des Areals zwischen 1880 und 1898 kam es zu erneuten Veränderungen des Wegesystems und der Bereicherung der Gehölzbestände mit exotischen Arten.

Erfreulicherweise ist es der Familie von Cramm, die um 1900 Eigentümer der Anlage wurden, bis in die heutige Zeit gelungen, die wesentlichen Elemente dieser eindrucksvollen Anlage zu erhalten.

Bodenburg-Park

Blick in den Park im Sommer 2003

Bodenburg-Halbinsel

Monumente und Gedenksteine auf der freigelegten Halbinsel

Bodenburg-Teepavillon-neu

Restaurierter Pavillon, 2005

Zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen oder Beeinträchtigungen konnten im Rahmen der in den vergangenen Jahren durchgeführten Instandsetzung beseitigt werden. Die Maßnahmen bestanden aus umfangreichen Fällarbeiten, der Sanierung der Teichanlage, der Instandsetzung zahlreicher Wasserbauwerke und Ausstattungsgegenstände, sowie der abschließenden Erneuerung des verborgen Wegesystems. In einem mit dem Eigentümer erstellten Besucherkonzept wurde ein Rundweg erarbeitet, der es dem interessierten Besucher ermöglicht, die eindrucksvollen und malerischen Bereiche der Parkanlage zu erleben.

Text: Büro v. Hoeren und Hantke (gekürzt), Aufnahmen: v. Hoeren, Pagels

Gefördert im Jahr 2004: Entschlammung des Teiches, Rekonstruktion der Brücke mit Stauwerk, Auslichtung der Gehölze.

 

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